Spezialtechnik

An dieser Stelle soll Spezialtechnik, welche nicht von jeder Feuerwehr vorgehalten wird, kurz vorgestellt und ihre Einsatzmöglichkeiten erläutert werden. Dabei handelt es sich um einen Teil der Ausrüstung die sich auf den Fahrzeugen der Stützpunktfeuerwehren befindet und je nach Einsatzstichwort zum Einsatzort gebracht wird.


» Hydraulische Rettungssätze «

Die Feuerwehr Stadtsteinach verfügt über zwei hydraulische Rettungssätze die auf dem Löschgruppenfahrzeug (LF8) und dem Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF 20/20) verlastet sind. Beide Rettungssätze bestehen jeweils aus einem Schneid- und einem Spreizgerät. Zusätzlich können noch 3 verschiedene Rettungszylinder angeschlossen werden. Haupteinsatzgebiet  dieser Technik ist die Befreiung von eingeklemmten Personen aus ihrer Zwangslage.  Meist wird dies bei Unfällen im Straßenverkehr, aber auch bei Arbeitsunfällen notwendig.

Technische Daten:

 

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Typ: Spreizer SP 510
Spreizkraft: max. 230 kN
Zugkraft: max 58kN
Zugweg: 665 mm
Spreizweg: 800 mm
Quetschkraft 70,4 kN




Typ: Schneidgeräte S 510
Schneidkraft: 755 kN
Rundstahl: 39 mm
Mauweite: 182 mm
Gewicht: 19,2 kg
   
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» Hydraulische Rettungszylinder«

 

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Neben Schere und Spreizer werden auch die drei Rettungszylinder der Feuerwehr Stadtsteinach über die hydraulischen Aggregate betrieben. Sie werden genutzt, um bereits geschaffene Öffnungen an verformten Fahrzeugen zu vergrößern. Dadurch soll die eingeklemmte Person möglichst schonend gerettet werden. Der Zylinder wird dazu an der entsprechenden Stelle am Unfallwagen eingesetzt und drückt diese auseinander. Vorgehalten werden drei verschiedene Größen. Der kleinste Rettungszylinder hat eine Länge von 450 mm und kann bis 750 mm ausgefahren werden. Die Hubkraft beträgt 133 kN. Sollte der kleine Rettungszylinder  nicht mehr ausreichen, können die beiden größeren Ausführungen eingesetzt werden, die bis auf 1180 mm bzw. 1600 mm ausgefahren werden können. 


»Rettungsplattform«


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Bei der Rettung von verunglückten LKW-Fahrern aus ihrem Führerhaus sowie bei Rettungsarbeiten an Personenwagen wird eine erhöhte Arbeitsebene benötigt. Aus diesem Grund besitzt die Feuerwehr Stadtsteinach eine Rettungsplattform. Sie erleichtert der Feuerwehr das Arbeiten mit Rettungsgeräten und ermöglicht auch dem Rettungsdienstpersonal den Zugang zu Verletzten. Die leichte Konstruktion kann einfach auseinandergeklappt werden und ist sofort einsatzbereit. Sie befindet sich auf dem Anhänger Nachschupp.




»Hochdruck Hebekissen«

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Hochdruck Hebekissen sind pneumatisch betriebene Rettungsgeräte, mit denen Angriffs- und Rettungswege geschaffen sowie eingeklemmte Personen befreit werden können. Die Luftheber erreichen eine Höhe von höchstens 40 Zentimeter und können mit großer Kraft jeweils Lasten von bis zu 40 Tonen anheben. Sie werden von einer Druckluftflasche versorgt und haben einen Betiebsdruck von 8 bar. Auf dem HLF der Feuerwehr Stadtsteinach befinden sich zwei Hebekissen. Da die Hebekissen im ursrpünglichen zustand sehr flach sind, können sie einfach unter das zu hebende Objekt geschoben werden. Dank eines Steuerpultes ist ein präzises Anheben und Absenken möglich.


»Niederdruck Hebekissen«

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Ähnlich wie bei Hochdruck-Hebekissen werden auch die Niederdruck-Hebekissen, verwendet um Lasten durch Druckluft anzuheben. Sie unterscheiden sich von Hochdruck Hebekissen sowohl in Ihrem Betriebsdruck, der 0,5 bar beträgt, als auch in der Hubhöhe von jeweils 62 Zentimetern. Ein Hebekissen kann eine Last von max. 6,5 Tonnen anheben. Der aus zwei Hebekissen bestehende Satz hat seinen Platz im Hilfeleistungslöschfahrzueg (HLF 20/20) Wenn die Kissen nicht gefüllt sind, habe sie eine Einschubhöhe von lediglich drei Zentimetern. Sie können bequem z.B. unter einem verunfallten Fahrzeug das angehoben werden soll (siehe Bild), plaziert werden.  Mittels Steuerorgang kann bei beiden Lufthebern unabhängig voneinander Luft abgelassen bzw. aufgefüllt werden, wodurch ein Heben und Senken der Last ermöglicht wird.