Brände und verletzte Personen

Geschrieben von Oliver Baaske. Veröffentlicht in Hauptbeitrage

Feuerwehr Stadtsteinach demonstriert 15 Kindern, was es heißt, hauptberuflich zu helfen: Ein (fast) schlafloses Wochenende mit vielen „Einsätzen“. Dickes Lob der Führungskräfte für lehrreiche Aktion.
Von Sonny Adam
FFwSAN Verletzter 1208  

Rettung einer „eingeklemmten Person“ auf dem Betriebsgelände der Firma Günther-Bau war eine der Aufgaben, die die Jugendlichen und Kinder beim Wochenende der Feuerwehr Stadtsteinach zu meistern hatten. Foto: Adam
Bild:

StadtsteinachDie Männer bei der Feuerwehr sind Helden des Alltags. Sie löschen Brände, retten Menschen. Seit dem Wochenende wissen die Kinder, die beim Schnupperwochenende der Freiwilligen Feuerwehr Stadtsteinach „Ein Tag bei der Berufsfeuerwehr“ mitgemacht haben, dass es Berufsfeuerwehrmänner und -frauen nicht immer leicht haben. Die Kinder und Jugendlichen lernten viel in Theorie und Praxis. Feuerwehr-Dienst ist nicht einfach, haben die Jugendleiterin Carmen Reuther und Uwe Mai von der Freiwilligen Feuerwehr Stadtsteinach sowie Hans-Jürgen Hempfling den Kids mit ihrer Truppe schnell klar gemacht.

Tatsächlich wurden die Nachwuchs-Feuerwehrmänner zu zahlreichen Spontan-Einsätzen gerufen. Auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Stadtsteinach und Römersreuth lag ein umgeknickter Baum. Die Jugendlichen mussten mit der Handsäge die Straße freimachen.

Ein paar Stunden später klingelte schon wieder das Notrufhandy. Der Technikraum des Lehrschwimmbeckens Stadtsteinach stand wegen eines Rohrbruchs unter Wasser. Die Jugendlichen bauten einen Faltbehälter auf, und leerten diesen mittels Tauchpumpen.

Eigentlich wäre nun Nachtruhe angesagt gewesen. Die Kids legten sich auch tatsächlich aufs Ohr. Dann der nächste Alarm. Unverhofft kommt oft. Auf dem Bahnstück zwischen den Heimgärten und dem Ski-Stadel Göppner soll eine Person vom Güterzug erfasst worden sein. Schnell ziehen sich die Kids wieder an, machen sich auf die Suche – leuchten die Strecke ab mit Handscheinwerfern. Zum Glück wurde keiner gefunden.

Kurz nach 4 Uhr morgens brannte dann auf der Skateboardbahn ein Mülleimer. Irgend wer hat wohl Holzreste verbrannt. Und natürlich packten die Kids alle mit an. Doch nicht genug der Aufregung. Die nächsten Einsätze ließen nicht lange auf sich warten. Ein Wanderer war bei der Burgruine Nordeck gestürzt, die Einsatzkräfte mussten die verletzte Person von der Nordeck bis zur Waldschänke tragen und auch die Erstversorgung vornehmen.

Dann brannte Dieselkraftstoff auf dem Gelände der Kläranlage, es musste mit Schaum gelöscht werden. Und kurz vor Dienstschluss klingelte schon wieder das Alarmhandy, weil ein Bauarbeiter auf dem Gelände der Firma Günther Bau unter Eisenträgern eingeklemmt war und mittels des Luftkissens geborgen werden musste.

„Es ist enorm, was die Freiwillige Feuerwehr Stadtsteinach hier geleistet hat. Das ist Jugendarbeit im besten Sinne – und vor allem mit Spaß vermittelt“, freute sich Kreisbrandinspektor Franz Gareis und überreichte einen Zuschuss für die vorbildliche Aktion. Auch Kreisbrandmeister Horst Tempel und Kreisjugendwart Daniel Wagner zeigten sich von der Aktion der Stadtsteinacher begeistert. Die Aktion der Stadtsteinacher Wehr wurde durch die Fahrschule Ott, die Polizei Stadtsteinach und die Firma Günther unterstützt. Denn natürlich konzentrierten sich die kleinen Feuerwehrbegeisterten nicht nur darauf, die Arbeit der Feuerwehr kennen zu lernen, sondern auch ein Besuch bei der Polizei stand auf dem Programm. Die Kids lernten die Alarmierungswege kennen und vor allem lernten sie auch viele Tipps, wie sich Brände verhindern lassen.

 

Quelle: www.infranken.de